Blog von Fotograf Martin Nienberg aus Emsdetten
Traditionelles Apfel Stilllebenfoto von Martin Nienberg aus Emsdetten.

Apfel Stielleben im Mittelformat

Ich arbeite mit Fuji APSC-Kameras, einer Pentax K1, die ich später gekauft habe und nun auch mit der Pentax 645Z.
Ich stellte mit der Zeit fest, dass ich für meine eigenen Projekte immer mehr die Pentax nahm.
Ich schaue im Studio dann doch lieber durch einen optischen Sucher und nicht auf einen Bildschirm, was ich ja ohnehin schon viel mache. Für mich ist dies beim Arbeiten einfach angenehmer.
Da ich viel mit Blitz arbeite, ist das WYSIWYG mit den heutigen EVFs nicht wichtig und bei wirklich kritischen Arbeiten kann ich immer noch in den LiveView der Pentax und schieße sowieso tethered direkt in den Mac.
Ausserdem gefällt mir der Klang bei den Spiegelreflexkameras. :-)

Nun sagte Andreas Feininger einst, dass die beste Kamera immer die größte sei, die für den Job noch geeignet ist und in Anbetracht eines guten Angebots eines Kollegen, schlug ich dann bei der 645Z zu.
Da ich im Grunde nur zwei Objektive benötige, wenn überhaupt und diese gebraucht nicht die Welt kosten, war die Sache geritzt.
Soo schwer ist das Teil nun auch wieder nicht und da ich zu 95% mit Stativ arbeite (ja, auch bei den kleinen Fujis), spielt Gewicht so keine Rolle und hilft hier die Vibrationen des Spiegelschlags, bzw. des Verschlusses abzufangen.

Nun wollte ich mit der 645Z meine erste Arbeit machen und sah diese Äpfel bei uns in der Küche. Was ist nicht geeigneter, als ein alltäglicher Gegenstand, den wir schon gar nicht mehr richtig wahrnehmen, wie ein schöner Apfel oder derer gleich mehrere?
Eigentlich sah ich noch eine Sansevieria vorher, blieb aber an den Äpfeln hängen.

Das entstandene Foto kann übrigens auf der Startseite mit weniger Kompression angeschaut werden.
Ich habe es dort in 4K-Auflösung (1.6 MB Dateigröße) ausgestellt, aber die ganz vielen kleinen Nuancen kommen erst in voller Dateigröße zur Geltung.

Setaufbau

Wie im Behind-The-Scenes-Foto ersichtlich (gemacht mit einer Ricoh GRIII), war der Aufbau wieder mal recht einfach. Eine schwarze Pappe als Untergrund, mein Canvashintergrund und ein Beauty dish mit Wabe für die Äpfel. Das Schwierigste war die Beleuchtung des Hintergrundes. Ich hab hier alle möglichen Reflektoren ausprobiert und bin am Hintergrundreflektor hängen geblieben.
Bis das Licht dann stimmte, verging bestimmt eine Stunde oder mehr. Ich hätte den Hintergrund vielleicht auch einfach großflächig ausleuchten können und dann alles Weiter im Post machen können, aber das ist noch mehr Arbeit oder es wird doch bemerkt und zerstört den Charakter des Bildes. Ausserdem gibt der ”Zufall” immer wieder Situationen, die ich mir so gar nicht ausdenken kann.
Das im Foto von links einfallende Fensterlicht hat trotz der langsamen Blitzsynchronzeit von nur 1/125tel keinen Einfluss auf das Foto. Schon mit Blende 5.6 war es dunkel. Da die Blitze jedoch von der gleichen Seite kommen, wäre ein klein wenig Licht vom Fenster jedoch auch kein Problem gewesen.
So sah es hinter den Kulissen aus beim Shot auf www.martin-nienberg.de

Nachbearbeitung

Die Originaldatei schaut im RAW-Konverter etwas weich aus. Ich mag das, denn so habe ich alle Möglichkeiten zur Verfügung.
Bei der Nachbearbeitung habe ich die Hilfe eines Agfa Filmstils zur Hilfe genommen, der die Farben ganz leicht ins Kühle verschiebt.
Der Rest fand fast ausschließlich im RAW-Konverter statt. Ich wollte eine etwas grafischere Darstellung und hab ein klein wenig mit Fake-HDR experimentiert.
Photoshop wurde nur ganz wenig bemüht, um eine ganz leichte Vorschärfung der Äpfel und der Schale vorzunehmen, alles Weitere fand weiterhin im RAW-Konverter statt. Geschärft wurde dann sehr selektiv nur bei den Äpfeln.
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